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Die Bescheinigung eines türkisch-stämmigen Arztes für einen türkischen Patienten wurde bei der Hamburger Ausländerbehörde als fragwürdig eingestuft.
Der 53-jährige türkische Patient soll nach der gestrigen und heutigen Ausgabe der Hürriyet-Avrupa zufolge, bei der Ausländerbehörde in Hamburg eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung beantragt haben. Der seit 19 Jahren im Schiffsverkehr arbeitende Türke sei nach eigenen Angaben durch seine Tätigkeit schwer erkrankt. Bei der Ausländerbehörde habe er die befristete Aufenthaltsgenehmigung umändern wollen und deshalb auch eine ärztliche Bescheinigung von Dr. O. Yagdiran beigefügt.
Der bearbeitende Beamte der Ausländerbehörde habe dem Bericht der Zeitung nach, die Dokumente begutachtet und für den Sachbearbeiter eine Notiz niedergeschrieben in der angedeutet wird, das es fragwürdig erscheine, das der Patient wie auch der Arzt aus dem gleichen Land stammen. Im weiterem Verlauf will der Beamte die Meinung des Sachbearbeiters in Erfahrung bringen und frägt ob die Bescheinigung glaubhaft ist. Der Antrag wurde dem Sachbearbeiter im Gesundheitsamt zugestellt, mit der Bitte um Überprüfung. Inzwischen hat sich der Pressesprecher der Hamburger Stadtverwaltung zu den Vorgängen geäußert. Gegenüber dem Hürriyet sagte der Sprecher des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, Lars Schmidt, das die Wortwahl unglücklich gewählt worde sei. Die Verwaltung würde sich daher auch entschuldigen. Keineswegs sei dies beabsichtigt gewesen und gegenüber den türkischen Ärzten gerichtet.
Der ehemalige Grünen-Abgeordnete des Hamburger Senats, Mahmut Erdem sagte gegenüber der Hürriyet, das dies keineswegs ein Einzelfall gewesen sei. Die Ausländerbehörde würde bei Bescheinigungen von Ausländern mit Krankenbescheinigungen zu 90% kritisch beäugen. Außerdem behauptet M. Erdem, das türkische Ärzte in sogenannten Schwarzen Listen geführt werden. Die einer Unterstellung gleichkommende Bewertung des Beamten gegenüber dem anerkannten Arzt Dr. Yagdiran sei erschreckend, so Erdem in der Hürriyet. Mehrere türkisch-stämmige Ärzte und Politiker äußerten sich bestürzt über den Fall. Es sei nicht hinnehmbar, das man alleine wegen der Herkunft anders behandelt wird und andere Maßstäbe ansetzt.
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