Abzocke an der bulgarischen Grenze

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Chaotische Zustände an der EU-Außengrenze nach Bulgarien - Verdienen sich bulgarische Zöllner eine goldene Nase mit der Schweinegrippe?

Ausgangssituation:

Chaostage an der bulgarischen Grenze Kalotina, nur ca. fünfzig Kilometer entfernt von der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Hier bewachen die bulgarischen Zollbehörden die EU-Außengrenze  zum Nachbarland Serbien. Anlässlich des  Ferienbeginns in Frankreich, den Niederlanden und einigen deutschen Bundesländern mussten unzählige  LKW und vor allem Tausende Urlaubsreisende auf dem Weg nach Griechenland, Bulgarien und die Türkei bei schwül heißen Temperaturen eine echte Geduldsprobe an der serbisch - bulgarischen Grenze auf sich nehmen.

Die bulgarischen Behörden waren mit dem Ansturm der Reisenden einfach überfordert. Der Betrieb brach zusammen. Oder steckt dahinter mehr?

Denn, Filmaufnahmen auf der bulgarischen Seite  waren strikt verboten, die Grenzer zeigten sich mehr als nervös. Nur mit versteckter Kamera von der serbischen Grenzseite aus  konnten die Bilder für diesen Filmbeitrag entstehen.
Viele  Reisende sprachen davon, dass sich die bulgarischen Zöllner an den Reisenden wegen der Schweinegrippe bereichern würden, trauten sich jedoch vor der Kamera kaum darüber zu berichten. Wer kein Impfzeugnis vorlegen könne, müsse  einhundert Euro pro Person an die bulgarischen Zöllner zahlen.
Nur, eine Impfung bzw. ein Impfstoff gegen Schweinegrippe gibt es bis heute nicht, somit auch kein entsprechender Impfausweis.

Diese Maßnahme, wenn sie also so stattfindet, wäre somit  illegal. Bulgarische Behörden haben dies auf Nachfrage auch entsprechend dementiert.
Aber wie groß die Glaubwürdigkeit eines Staates ist, der an der Spitze der Korruptionsrate in ganz Europa steht, das bleibt fraglich. Fraglich auch, was die EU gegen derartige Machenschaften unternimmt, denn wenn das stimmt, betreiben die bulgarischen Grenzer eine unglaubliche Wegelagerei der modernen Art.

Reisende aus Mitteleuropa nach Griechenland und in die Türkei müssen über die E75, die über Österreich, Slowenien, durch Kroatien, Serbien und Bulgarien führt, über den  bulgarischen Grenzpunkt Kalotina fahren. Seit Jahrzehnten weis bereits jedes Kind das die bulgarischen Grenzen einmal passiert hat, das Korruptionsgeld gezahlt wird.

Filminhalt:

Der kurze Beitrag zeigt atmosphärische Bilder von den unglaublichen Zuständen an der Grenze, kilometerlange Staus bei unerträglichen Temperaturen und miserablen hygienischen Zuständen. Ein türkischer Reisender, der mit seiner Familie in Nordrhein- Westfalen lebt, kommt im O-Ton zu Wort und berichtet darüber (in der gekürzten Fassung nicht zu sehen), wie reisende ohne Impfausweis von den bulgarischen Behörden zur Kasse gebeten werden sollen.

Filmmaterial und Textinhalte von BonnTV.net zur Verfügung gestellt.

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