Aserbaidschan ist Bindeglied zwischen Armenien und der Türkei

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Der Sprecher des türkischen Aussenministeriums, Özügergin, erklärte in einer Pressekonferenz, das Gespräche zwischen der Türkei und Armenien weiterhin geplant sind.

Der türkische Aussenminister Ahmet Davutoğlu wird während der Tagung des NATO-Russland-Rats in Korfu (27.-28. Juni), auch mit dem armenischen Aussenminister Eduard Nalbandian zusammen treffen, so der Sprecher des tr. Aussenministeriums, Burak Özügergin. Seit dem Besuch des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Baku, habe sich an der Grundhaltung nichts verändert. Özügergin dementierte damit Meldungen aus den Medien, das die Roadmap vorläufig ausgesetzt sei.

Die schrittweisen Gespräche zwischen Armenien und Aserbaidschan sind dabei für die türkisch-armenischen Beziehungen von enormer Tragweite, so Özügergin weiter. Diese würden auch die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien normalisieren und positiv beeinflussen. Auf die Frage, ob der Ministerpräsident Serj Sarkisjan für das Fussball Ausscheidungsspiel zwischen Türkei-Armenien eingeladen werde, meinte Özügergin, das die Einladung von Staatspräsident Abdullah Gül ausgesprochen und das Aussenministerium die Einladung weiterreichen werde.

Gerard Sefiljan, ehemaliger Kommandeur der während des Karabach-Konflikts Suscha besetzt hatte, wendete sich hingegen demonstrativ von Armenien ab. Während eines Interviews in Paris, kritisierte Sefiljan die Politik Robert Kocarjans und seinem Nachfolger Serj Sarkisjan. Das Land sei durch Korruption zersetzt, das Volk leide an Hunger und würde deshalb zunehmend das Land verlassen. Sefiljan wollte damit auch auf einen Fall hindeuten, bei der zwei armenische Wehrpflichtige über die Grenze nach Aserbaidschan flohen und Asyl ersuchten, um den Zuständen zu entfliehen. Sefiljan war über die Aussagen Sarkisjans bestürzt, der wegen einer Affäre seines Bruders Sasik Sarkisjan stark unter Druck steht. Sasik Sarkisjan wurde während der Wahlen vom 31. Mai 2009 dabei beobachtet, wie er mehrere Wahlscheine in die Urnen geworfen hatte. Parlamentarier hatten daraufhin Ministerpräsident Serj Sarkisjan um Erklärung gebeten, woraufhin er geäussert habe, das er keine Belehrung in Sachen Gesetz gebrauche und das es ein Sarkisjan-Land sei, es werde nur das geschehen, was er wolle.

Inzwischen vermeidet man in beiden Lagern, das Wort "Vorbedingungen" zu verwenden. Als Bedingung für die Gespräche hatten sich die Türkei und Armenien darauf geeinigt, das die Türkei die Grenzen öffnet und Armenien einer gemeinsamen Historikerkommission zustimmt. Das hatte den Eindruck erweckt, das die Gespäche fruchtlos verlaufen könnten. Daher sei es im Interesse beider Parteien, ohne das Wort "Vorbedingungen" auszukommen, so die Vertreter beider Regierungen.

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