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Die TARAF Zeitung hatte einen vom Offizier des Generalstabs unterzeichneten Geheimplan zur Destabilisierung der Regierung Erdoğans veröffentlicht. Der Generalstabschef Başbuğ wies die Vorwürfe zurück und verwies in der heutigen Presssekonferenz auf ein "Fetzen Papier" das man als Beleg vorgestellt habe.
Generalstabschef Başbuğ hatte kurzfristig eine Pressekonferenz anberaumt, was für seine Art bereits ungewöhnlich ist. Başbuğ erklärte heute der Presse, das die im Raum stehenden Vorwürfe gegenüber dem türkischem Militär nur mit einem "Fetzen Papier" vorgetragen wurden. Er könne mit einer Kopie eines sogenannten Geheimplans nichts anfangen und auch die Militärstaatsanwaltschaft hätte keine hinreichende Erkenntnisse über die Herkunft der Kopie dieses Schreibens ermitteln können.
Generalstabschef Başbuğ erklärte, das er als ranghöchster Soldat in der türkischen Armee das sagen habe und niemand anderer. Deshalb seien Vorwürfe gegenüber dem Militärs oder teilen davon direkt an ihn gerichtet. Daher werde er solchen Veröffentlichungen keinen Wert beimessen, bis die Justizbehörden oder die Militärstaatsanwaltschaft den Urheber dieses Schreibens ermittelt hat. Başbuğ appelierte an die verantwortlichen Medien, mehr Zurückhaltung und Verantwortung zu zeigen, bis die Erkenntnisse ausreichend sind und die Justiz vorgehen kann. Weitere Vorstöße in dieser Richtung werde er nicht hinnehmen und auch der politischen Instanz mitteilen. Man solle endlich die Hände über der türkischen Armee fernhalten, so Başbuğ. Jetzt liege es an der türkischen Demokratie und dem Rechtsstaat, die Vorwürfe zu entkräften oder zu erhärten. Die türkische Armee sei weiterhin ein Garant der Demokratie, des Laizismus und der Einheit des Staates. Generalstabschef Ilker Başbuğ hatte erst im April öffentlich versichert, das die Armee in ihren Reihen keine anti-demokratischen Aktivitäten dulden werde.
Vor der Abreise nach Albanien wurde Ministerpräsident Erdoğan über den Fall befragt. Erdoğan erklärte, Generalstabschef Başbuğ wisse, was er zu tun habe und vertraue in dieser Sache auch den zivilen Justizbehörden. Der Fall müsse aufgeklärt werden, da hier eine demokratische Partei im Blickpunkt des sogenannten Geheimplans stehe. Zuvor hatte sich Erdoğan auch mit dem Geheimdienstchef der MIT getroffen. Über den Inhalt des Gesprächs wollte er keine Angaben machen.
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